März 19, 2020 Redaktion

Nutzt psychologische Ansätze und legt Textblöcke an! – Von der Idee zur Sichtbarkeit

Visibility is King! Image is Queen!

Nutzt psychologische Ansätze

Eine gute Startup-Kommunikation besteht oft in der Wiedergabe der immer gleichen Beschreibungen und Aussagen. Hintergrund dieser Strategie ist der aus der Psychologie stammende Häufigkeits-Validitäts-Effekt (Mere-Exposure-Effect). Diese Erkenntnis besagt, je häufiger den Menschen im Alltag Dinge immer wieder gleich und wiederholt begegnen, umso positiver und ansprechender wirken sie auf sie. Die Menschen verbinden mit dem Wiedererkennen eine Art von Vertrautheit. In unserem Fall bedeutet das, wenn wir Claims, Textpassagen und Aussagen verknüpft mit visuellen Reizen in Form von Logos, Grafiken oder Bildern gezielt wiederholen, hat das eine positive Einstellung zu unserem Unternehmen und seinem Produkt zur Folge.

Die Kommunikationsarbeit kommt erst dann in eine Krise, wenn sie sich durch breit auslegbare, immer verschiedene Formulierungen in den Aussagen widerspricht und somit angreifbar wird. Um ein solches Krisenszenario zu vermeiden, sollte sich jedes Startup Textblöcke zu verschiedenen Themen anlegen, die von der Geschäftsleitung abgenommen werden und von allen Kommunikationssäulen, der Pressearbeit, der Öffentlichkeitsarbeit, der Marketing- sowie der Sales-Kommunikation verwendet werden. Im Vorfeld ist zu überlegen, welche Szenarien eintreten können und zu welchen Themen man Textblöcke benötigt.

Beschreibt euer Produkt so klar es geht

Das wichtigste Gut eines Unternehmens ist das Produkt oder der Service, den es verkauft. Deshalb ist es überaus wichtig das Produkt nach außen so klar, plausibel und verständlich zu beschreiben, dass es a.) von der Zielgruppe wahrgenommen wird, b.) auf Anhieb richtig verstanden wird und c.) durch die immer gleiche Wiedergabe der Produktbeschreibung Vertrauen und Sympathie beim Publikum erweckt. Die Produktbeschreibung findet sich in allen Promotion-Materialien, Sales-Pitches, Anträgen, Bewerbungen, auf der Webseite, in den Social-Media-Kanälen und in der gesamten Pressearbeit wieder. Diese Beschreibung sollte gut durchdacht sein und in der langen Version von ca. 2.000 Worten alle Fassetten des Produkts aufzeigen. Ab und an wird eine kürzere Version der Produktbeschreibung benötigt. Diese kann man gut vorarbeiten, indem man sich noch eine Version von 1.000 Worten und eine ganz kurze Version von 50 Worten anlegt. Die Version mit 50 Worten, auch 50-words-pitch genannt, wird sehr oft bei Bewerbungen für Event-Pitches, Speaker-Slots, Awards und Preisausschreibungen verlangt.

  • Wie heißt das Produkt oder der Service?
  • Wie lange gibt es das Produkt schon?
  • Welches Problem löst mein Produkt?
  • Was ist neu an meinem Produkt?
  • Wie ist mein Produkt aufgebaut und was liefert es für Benefits?
  • Was sind die Alleinstellungsmerkmale?
  • Wo ist mein Produkt am Markt angesiedelt?
  • Wohin soll sich das Produkt in Zukunft entwickeln? (Ohne hier zu viel zu verraten! Es soll spannend bleiben.)

Beschreibt euer Unternehmen so klar es geht

Die Frage nach einer Firmenbeschreibung wird sich in verschiedenen Themenfeldern immer wiederholen. Die Firmenbeschreibung sollte im Internetauftritt integriert und das Intro jeder Sales-Pitch sein. Das Firmenprofil wird für jede offizielle Event-Bewerbung, jede Award- oder Fördermittelausschreibung und für jedes Social-Media-Profil verlangt. Die Firmenbeschreibung sollte als lange Version um die 2.000- 4.000 Worte Umfang haben. Diese Beschreibung ist das Aushängschild jedes Unternehmens und muss klar und verständlich geschrieben, sowie mit relevantem und aussagekräftigem Inhalt bestückt sein. Auch hier kann man gut vorarbeiten, indem man sich eine weitere kürzere Version und die „50-words-pitch“ anlegt. Zum Inhalt und Aufbau:

  • Wann wurde das Unternehmen von wem und wo gegründet?
  • Aus welcher Motivation heraus wurde das Unternehmen gegründet und wie heißt das Produkt?
  • Kurze Beschreibung des Produkts mit den Alleinstellungsmerkmalen.
  • Welches Problem löst mein Unternehmen oder mein Produkt?
  • Was wollen wir mit dem Produkt erreichen? Was ist das Ziel des Unternehmens?

Wie bereits im Zweiten Schritt beschrieben sind die Alleinstellungsmerkmale (Unique Selling Propositions) des Startups und des Produkts essentiell für die Etablierung am Markt und für die Abgrenzung zum Wettbewerb. Dieser Text sollte folgende Fragen beantworten:

Zum Unternehmen:

  • Welche Stärken hat mein Unternehmen?
  • Was hebt mein Unternehmen vom übrigen Wettbewerb ab?
  • Was hat mein Unternehmen für Besonderheiten?

Zum Produkt:

  • Was macht mein Produkt einzigartig?
  • Welche Eigenschaften besitzt mein Produkt, die sich vom Wettbewerb abheben?
  • Welche Nischen deckt mein Produkt ab?

Beispiele für Textblöcke

  • Produktbeschreibung
  • Firmenbeschreibung bzw. Firmenprofil
  • Alleinstellungsmerkmale (USPs)
  • Mission und Vision (Mission Statement)
  • Company Claim
  • Boilerplate
  • Geschäftsmodell
  • Vertriebsmodell
  • Kurzer Lebenslauf der Gründer (Short CV)
  • Rednerprofil für Events und Pitches

 

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